Nordostschweizer Schwingfest
Nordostschweizer Schwingfest
Bei besonders heissen Temperaturen kämpften sich die 225 angetretenen Jungschwinger in
Güttingen durch den anstrengenden Tag. Antretungsberechtigt waren die Jahrgänge 2009 bis 2013.
Vom Schwingklub Winterthur waren dies Fabio Schoch im Jahrgang 2013 und Pascal Brägger im
Jahrgang 2009.
Der Turnerschwinger Fabio Schoch aus Kollbrunn musste sich in der ersten Begegnung bereits
geschlagen geben. Sein zweiter Gegner hatte keine Chance gegen ihn und so durfte er als Sieger vom
Platz gehen. Leider kam er in den Kämpfen drei, vier und fünf nicht mehr über eine Niederlage
hinaus. Den sechsten Gang entschied er für sich und durfte sich somit mit 53.75 Punkten auf dem
Schlussrang 17d einreihen.
Sein Klubkollege Pascal Brägger, der in der ältesten Kategorie teilnahm, kämpfte sich ebenfalls
sechsmal durch die brennende Hitze. Leider gelang es ihm nicht, seine Kontrahenten auf den Rücken
zu legen. Er musste sich bei allen sechs Kämpfen das Sägemehl abwischen lassen. Trotz allem durfte
er sich 51.50 Punkte auf dem 18. Rang einschreiben lassen.
Am darauffolgenden Tag stiegen die Aktivschwinger in die Zwilchhosen. Auch die «grossen»
Schwinger wurden von Petrus nicht verschont und lieferten bei ebenso höllischen Temperaturen
interessante Zweikämpfe. Auch die sieben Winterthurer Schwinger nahmen am heissen
Wettkampfgeschehen teil und nahmen insgesamt einen Teilverbandskranz nach Hause.
Die beiden St.Galler Werner Schlegel und Damian Ott durften sich im Schlussgang die Hand geben.
Zwar hatte Schlegel einen verlorenen Auftakt, doch er machte sich den Weg Gang für Gang frei. Der
Gastschwinger aus der Innerschweiz, Adrian Odermatt, ist der Grund für sein nicht einwandfreies
Notenblatt. Danach versorgte Schlegel alle seine Gegner mit der Maximalnote. Dies waren Lorin
Rhyner (Wittenwil/ TG), Marco Flütsch (Ascharina/ GR), Mario Schneider (Rothenhausen/ TG) und
Joel Strebel (Aristau/ AG). Seinem Schlussganggegner Damian Ott hätte ein Unentschieden für den
Festsieg gereicht. Auch er bodigte vier Kontrahenten mit der Höchstnote. Darunter ebenfalls Joel
Strebel, Naim Fejzaj (Wolfhalden/ AP), Elias Kundert (Sirnach/ TG) und Andrin Habegger (Tägerschen/
TG). In der fünften Begegnung stellte er sich König Armon und durfte sich für das Remis eine Neun
abholen. Im Schlussgang hatte Schlegel dann doch den längeren Atem und so durfte sich der
Hemberger zum Dritten Mal in Folge zum Sieger küren lassen.
Für Niklas Frauenfelder und Sven Kennepohl lief es an diesem Schwingfest leider gar nicht gut.
Kennepohl kam leider in keinem Gang über eine Niederlage hinaus. Frauenfelder holte sich aber im
dritten Kampf noch einen Sieg. Leider war für beide nach der vierten Begegnung schon Schluss.
Patrick Rüegg und Leo Schönenberger teilen sich mit 54.50 Punkten die Ränge 15f und 15g. Der
Turnerschwinger Rüegg stellte den ersten Kampf, bevor er sich zweimal einen Sieg, inkl. einer Zehn,
einschreiben durfte. Für das zweite Remis erhielt Rüegg dann eine sehr gute Neun. Leider reichte die
Ausdauer nicht mehr aus und so verlor er die letzten beiden Begegnungen. Sein Klubkollege
Schönenberger musste sich ebenfalls gleich zum Start ein Remis eingestehen. Nach einer Niederlage,
gab es dann nochmals einen Strich ins Notenblatt. Die Gänge vier und fünf konnte der
Sennenschwinger mit dem dunklen Hemd für sich entscheiden. Leider liess er sich dann im letzten
Kampf nochmals auf den Rücken legen.
Auch Christian Lanter und Philipp Lehmann findet man auf der Rangliste ganz nah beieinander.
Lehmann hat einen Viertelpunkt Vorsprung auf Lanter und platzierte sich mit genau 55.00 Punkten
auf Rang 13k. Lanter mit 54.75 Punkten auf Rang 14c. Der Teilverbandskranzer Lehmann verlor gegen
den Thurgauer This Kolb (Rossrüti) leider schon im Anschwingen. Danach konnte er mit einer
souveränen Zehn gewinnen, bevor er sich zweimal hintereinander eine Neun einschreiben durfte.
Nach einem erneuten Sieg wurde er vom Teilverbandskranzer aus der Innerschweiz Lukas Heinzer
(Goldau/ SZ) gebodigt. Lanter wurde gleich zum Start der St. Galler Teilverbandskranzer Christian
Bernold (Flums) eingeteilt. Diesen konnte er nach einem harten Kampf besiegen. In den
Begegnungen zwei bis fünf musste Lanter jeweils die ganzen sieben Minuten im Ring stehen und
kämpfen. Diese Gänge schlauchten ihn zwar, doch er gewann seinen letzten Kontrahenten mit einer
souveränen Zehn.
Der Winterthurer, welcher im Übrigen auch der einzige Zürcher Kranzgewinner ist, darf sich auf Rang
4c mit 57.25 erkämpften Punkten den Kranz überreichen lassen. Der Wildberger Janos Bachmann
überwältigte zur Überraschung als Erstes den Neueidgenossen Christian Biäsch aus Davos. In der
zweiten Begegnung stellte er gegen Kilian Kolb, welcher sich am Ende des Tages den ersten
Teilverbandskranz überreichen durfte, mit einer Neun. Nach einer perfekten Zehn, trat Bachmann
gegen den Gastschwinger aus dem Aargau Joel Strebel an, gegen den er verlor. Den fünften Gegner
konnte Bachmann dann mit der Maximalnote bezwingen. Nun hiess es für ihn alles oder nichts.
Dieses Motto nahm er sich zu Herzen und besiegte kurz vor Ablauf der Zeit den Teilverbandskranzer
Silvio Oettli (Bussnang/ TG). Somit bestätigte Bachmann den ersten Teilverbandskranz von letztem
Jahr in St. Gallen.