Zwei Zweige und drei Kränze am Zürcher Kantonalen Schwingfest
Zwei Zweige und drei Kränze am Zürcher Kantonalen Schwingfest
Das 84. Zürcher Kantonale Nachwuchsschwingfest wurde in derselben Arena wie das Fest der Aktiven am darauffolgenden Tag, bei kühlen Temperaturen, in Mettmenstetten durchgeführt. Der Schwingklub am Albis hat für die 378 Nachwuchsschwinger und die 156 Aktivschwinger ein top organisiertes Fest auf die Beine gestellt. Vom Winterthurer Stadtklub traten insgesamt sieben Jungathleten und zehn Aktive an.
Rick Strebel platzierte sich wie gewohnt in seiner Kategorie (2017/2018) in den vorderen Rängen. Genauer gesagt mit 57.75 Punkten auf dem dritten Schlussrang. Rick schwang im Auftakt gegen den Zweitplatzierten Levi Rolli (Cham). Danach erledigte er der Reihe nach Elias Berger (Altnau/ TG), Lian Borer (Aadorf/ TG), Heni-Urs Rettich (Chur/ GR), Vincenz Sidler (Hagendorn/ ZG) und Levi Müller (Igis/ GR) und sicherte sich somit den Zweig.
Der etwas ältere Tim Vogel rangierte sich in der Kategorie 2013/2014 mit 52.25 Punkten auf dem Rang 21b. Er durfte sich in der ersten Begegnung ein Plus ins Notenblatt einschreiben lassen. Leider kam er danach nicht mehr über eine Niederlag hinaus.
Der Weisslinger Joel Noti durfte sich ebenfalls mit 58.00 Punkten in der Kategorie 2011/2012 auf dem sehr guten dritten Schlussrang platzieren. Er startete gleich mit einer Zehn, bevor er seinem Gegner Simon Wolf (St. Antönien/ GR) dem Schlussgangverlierer, unterlag. Danach hielt ihn nichts mehr auf und er bezwang jeden einzelnen Gegner. Auch er durfte sich den Zweig überreichen lassen. In derselben Kategorie traten Tayfun Seige, Fabio Brägger und Jamie Leon Roth in die Zwilchhosen. Alle drei mussten den Kampf nach vier Begegnungen leider aufgeben. Der in Buch am Irchel wohnhafte Tayfun erkämpfte sich zwei Niederlagen und zwei Unentschieden. Für Jamie aus Russikon und den Sennenschwinger Fabio reichte es leider nur für viermal einem Kreis im Notenblatt. Sie erzielten ganz genau 34.00 Punkte. Für Tayfun gab es einen halben Punkt mehr.
Fabios grosser Bruder Pascal, welcher in diesem Jahr das erste Mal auch bei den Aktiven mitschwingen darf, reichte es nur knapp nicht für den Zweig. Mit seiner Gesamtleistung durfte er sich 54.50 Punkte auf dem Rang 12b einschreiben lassen. Gestartet hatte sein Tag mit einem Remis und zweimal der Maximalnote. Leider liess er sich danach zweimal hintereinander auf den Rücken legen. Für die Niederlage im letzten Gang erhielt er immerhin 0.25 Punkte mehr als die Mindestnote, was auf viel Einsatz schliessen lässt.
Am Sonntag darauf durften sich Samuel Giger (Märstetten/ TG) und Domenic Schneider (Friltschen/ TG) im Schlussgang die Hand geben. Die beiden Klubkollegen duellierten sich nicht zum ersten Mal in einem Schlussgang. Giger konnte den Koloss Schneider nach drei Minuten mittels Kurz und Nachdrücken besiegen. Von den Winterthurern gingen drei mit dem begehrten Kranz nach Hause: Janos Bachmann, Christian Lanter und Patrick Rüegg.
Der Landmaschinenmechaniker Christian Lanter bodigte seine ersten beiden Gegner mit einer platten Zehn, darunter der Teilverbandskranzer Niklas Stocker (Boswil/ AG). Dem St.Galler Eidgenosse Damian Ott (Dreien/ SG), welchem er auch schon ein paar Mal im Sägemehlring begegnet ist, konnte er gut vier Minuten standhalten, bevor er sich geschlagen geben musste. Nach einem Remis durfte sich Lanter nochmals zweimal die Maximalnote einschreiben lassen und platzierte sich mit 57.50 Punkten auf dem Rang 3a.
Janos Bachmann, welcher im ersten Gang zusammen mit dem Gast Roland Reichmuth (Cham/ ZG) in der Spitzenpaarung eingeteilt war, musste zuerst untendurch. Danach bezwang er seine nächsten vier Kontrahenten, darunter der St. Galler Teilverbandskranzer Pascal Heierli (Horgen) und nach einem harten Kampf auch noch Lukas Döbeli (Sarmenstorf/ AG). Gegen den erst 2009 geborenen David Forrer (Stein/ SG), welcher seinen ersten Kranz holte, hatte Bachmann recht zu beissen. Der Turnerschwinger erhielt für diesen Kampf, welcher von ihm dominiert wurde, sehr gute neun Punkte geschrieben. Somit platzierte er sich mit genau 57.00 Punkten auf dem Rang 5c. Der dritte Winterthurer Kranzgewinner, Patrick Rüegg, durfte sich zum Start über einen Sieg freuen. Die beiden nächsten Gegner waren etwas zu stark für ihn und so liess er sich auf den Rücken legen. Er liess sich davon nicht beirren und liess seinen nächsten drei Kontrahenten keine Chance, zwei davon gewann er mit der Höchstnote. Somit durfte er sich mit 56.50 Punkten den Rang 7a reservieren lassen.
Die Sennenschwinger Leo Schönenberger und Ramon Anliker schwangen im sechsten Kampf beide um den Kranz. Leider hat es für keinen der beiden geklappt, es wäre für sie der erste Kranz gewesen. Schönenberger reichte es mit 56.00 Punkten um einen halben Punkt nicht. Gleich zum Start holte er sich ein Remis und gewann seinen nächsten Kampf mit einer glatten Zehn. Nach einem weiteren Remis durfte er sich nochmals zweimal die Höchstnote einschreiben lassen. Mit dieser Vorleistung hätten ihm neun Punkte für den Kranzsieg gereicht. Leider blieb ihm das mit der letzten Niederlage verwehrt. Trotz allem durfte er sich über 56.00 Punkte und den Rang 9g im vorderen Drittel der Rangliste freuen. Ramon Anliker, der Arbeitskollege von Christian Lanter, liess sich als erstes vom Gegner den Rücken abwischen. Danach war er dran, dasselbe zu tun, bevor er gegen den Kranzschwinger Mario Bösch (Waldstatt/ AP) verlor. Danach konnte er gegen zwei seiner Gegner gewinnen, was ihn in die Position brachte, um den Kranz zu schwingen. Leider hielten seine Nerven nicht durch und er kam mit einer Niederlage aus dem Kampf raus. Er erkämpfte sich 55.00 Punkte auf dem Rang 13b.
Niklas Frauenfelder, der Sennenschwinger mit dem dunklen Hemd, gewann seine erste Begegnung, liess sich danach aber bezwingen. Er durfte sich in der dritten Begegnung die Maximalnote von 10.00 Punkten einschreiben lassen. Leider verlor er gegen die Kontrahenten drei und vier und somit waren seinen Chancen für den Kranzgewinn zunichte. Dafür durfte er sich im letzten Kampf des Tages über einen Sieg, 55.25 Punkte und den Rang 12c freuen.
Die Zwillinge Loris und Lukas Anliker holten sich über den Tag verteilt beide je zwei Siege. Lukas verlor leider die restlichen Gänge. Loris musste sich ebenfalls dreimal den Kreis einschreiben lassen, einmal noch konnte er seinem Gegner standhalten und ein Remis aus dem Gang rausholen. Loris platzierte sich mit 54.75 Punkten auf dem Schlussrang 14c und Lukas durfte sich mit 54.00 Punkten auf dem Schlussrang 17k einreihen.
Pascal Brägger, welcher am Vortag schon im Einsatz war, fiel leider nach vier Gängen bereits aus dem Wettkampf aus. Nach einem nicht ganz so erfolgreichen Start, bei dem er Sägemehl schluckte, holte er sich seinen einzigen Sieg des Tages. Danach kämpfte er gegen Rafael Richner (Schweizersholz/ TG) und den Teilverbandskranzer Edi Bernold (Flums/ SG), gegen die er verlor. Somit rangierte er sich mit 35.25 erkämpften Punkten auf dem Rang 24b.
Sven Kennepohl musste aufgrund einer Verletzung nach dem ersten Gang leider aufgeben.