Zwei Auszeichnungen

 

Am Kronberg Buebeschwinget, an welchem 384 Nachwuchsschwinger der Jahrgänge 2002 bis 2009 am Start waren, errangen von den neun Teilnehmern des Schwingklubs Winterthur zwei die Auszeichnung.

In der jüngsten Kategorie; Jahrgänge 2008/2009, konnte der achtjährige Lukas Anliker den Platz viermal als Sieger verlassen. Im sechsten Gang, im Kampf um eine Topplatzierung, unterlag der Schlatter Lukas Mock (Gonten) mit der Minimalnote 8,50. Dank der guten Punktezahl von 57,00 klassierte er sich im sechsten Rang. Der Winterthurer Fabian Plüer hatte nach vier Umgängen bei den Jahrgängen 2002/2003 39,00 Punkte. Im Gang um den Einzug in den Schlussgang musste er sich dem um ein Jahr älteren Urs Riebli (Schüpfheim) geschlagen geben. Zum Abschluss unterlag der 14-Jährige dem <<Schaffhauser>> Reto Schmid, trotzdem konnte er den Heimweg mit einer Auszeichnung antreten (Rang 10c mit 56,25 Punkten).

Der Schlatter Lukas Anliker (rechts) konnte am Kronberg Buebeschwinget mit sehr guten 57,00 Punkten die Auszeichnung entgegennehmen. 

 

Entscheidenden Gang verloren

Loris Anliker (Schlatt), der Zwillingsbruder von Lukas, platzierte sich mit 55,50 Punkten nur einen Viertelpunkt hinter den Auszeichnungen. Zum Verhängnis wurde ihm die Note 8,50 in der letzten Begegnung. Dem zehnjährigen Niklas Frauenfelder (Hofstetten) fehlte letztlich mit 55,00 Punkten genau ein Zähler zu den auszeichnungsberechtigen Rängen. Den entscheidenden sechsten Gang verlor er mit der Tiefstnote. (tre)

 

Auszug aus den Ranglisten

Jahrgänge 2008/2009: 1. Luca Streuli (Untereggen) 59,75. 6. Lukas Anliker (Schlatt) 57,00 (mit Auszeichnung). 12. Loris Anliker (Schlatt) 55,50. Jahrgänge 2006/2007: 1. Mario Bösch (Waldstatt) 58,50 (mit Auszeichnung). 13. Niklas Frauenfelder (Hofstetten) und Ramon Anliker (Schlatt), je 55,00. Jahrgänge 2004/2005: 1. Cornel Schild (Ottoberg), 58,75 (mit Auszeichnung). 13. Dario Plüer (Winterthur) und Nino Anliker (Schlatt), je 55,25. 20. Elia Carotti (Winterthur) 53,50. Jahrgänge 2002/2003: 1. Urs Riebli (Schüpfheim) 58,75. 10. Fabian Plüer (Winterthur) 56,25 (mit Auszeichnung). 15. Silvan Rechsteiner (Schlatt) 55,00. 

Samir Leuppis fünfter Kranz der Saison

Im hochstehenden Schlussgang des 122. Nordostschweizer Schwingfests in der Davoser Eishalle besiegte Samuel Giger (Ottoberg) Vorjahressieger Armon Orlik (Maienfeld) nach 12:50 Minuten mit Kurz und Nachdrücken.

 

Samuel Giger, der nach dem Glarner-Bündner Schwingfest sein zweites Kranzfest der Saison und sein fünftes insgesamt gewann, startete mit einem Gestellten gegen den Berner Gast Thomas Sempach (Heimenschwand). Doch dann liess der 19-Jährige nichts mehr anbrennen und räumte seine restlichen Kontrahenten aus dem Weg – im Gang um die Schlussgangqualifikation hatte Mitfavorit Daniel Bösch (Zuzwil) das Nachsehen. Armon Orlik, der am 7. Mai am Aargauer Kantonalen Lähmungserscheinungen erlitten hatte, gab ein geglücktes Comeback und wurde am Schluss hinter Bösch, der nach vier Gängen mit dem Punktemaximum von 40,00 in Führung lag, Dritter.

Vier Siege, ein Remis und eine Niederlage

Der Winterthurer Samir Leuppi startete verhalten, musste er doch einem der schwächsten Eidgenossen, Mike Peng (Malix), eher unerwartet ein Remis zugestehen. Dank zwei Pflichtsiegen über die Kantonalkranzer Urs Schäppi (Wiezikon bei Sirnach) und Damian Ott (Dreien) hatte der Athlet des Schwingklubs Winterthur 28,50 Punkte. Nach der Mittagspause bezwang er den Nordwestschweizer Gast Stephan Studinger (Dänikon SO) mit der Maximalnote 10,00. In der fünften Begegnung hatte der 1,95 m grosse und 145 kg schwere Athlet gegen Armon Orlik keine Chance und erhielt die Minimalnote 8,50. Im letzten Durchgang, um den fünften Kranz der Saison und den 22. insgesamt, beförderte er den Appenzeller Thomas Koch ins Sägemehl. Dank 57,00 Punkten platzierte sich Samir Leuppi auf Platz 6d.

Die restlichen Schwinger des Schwingklubs Winterthur mussten sich mit hinteren Plätzen zufriedengeben. Philipp Lehmann (Humlikon) erreichte dank zwei Vollerfolgen, einem Unentschieden und drei Verlustpartien Rang 17i. Beda Arztmann (Ossingen), der einen Kranzschwinger besiegen konnte, klassierte sich wie der Kollbrunner Christian Lanter, der in den Durchgängen vier bis sechs mit drei Kranzern stellte, im geteilten 19. Rang. Für Karim Leuppi (Hettlingen) kam das Aus bereits nach vier Umgängen.

 

Hinter den Kränzen

Roman Schnurrenberger, Schwingklub Zürcher Oberland, stellte im letzten Durchgang gegen den gleicheingestuften Bündner Sandro Schlegel und so fehlte ihm letztlich 0,75 Punkte zum angestrebten Kranz. Niederlagen musste der Sternenberger gegen den Berner Gast und Eidgenossen Simon Anderegg (Unterbach) und Dominik Oertig (Uznach) hinnehmen. Christoph Odermatt (Bauma), der im Anschwingen mit Beat Wickli (Ennetbühl) einen NOS-Kranzer unter die Verlierer reihte, konnte nach der Niederlage im fünften Gang gegen den Bündner Mauro Gartmann, zum Abschluss nicht mehr um das Eichenlaub kämpfen. Der <<Schaffhauser >> Dominik Ott (Trüllikon) verlor den entscheidenden Gang gegen Beda Coray (Altstätten SG) mit der Note 8,75 und klassierte sich im Rang 11h. (tre)

Auszug aus der Rangliste

  1. Samuel Giger (Ottoberg) 58,50. 2. Daniel Bösch (Zuzwil SG) 58,25. 3. Armon Orlik (Maienfeld) 57,75. 6. u. a. Samir Leuppi (Winterthur) 57,00. 11. u. a. Roman Schnurrenberger (Sternenberg) und Dominik Ott (Trüllikon), je 55,75. 14. u. a. Christoph Odermatt (Bauma) 55,00. 17. u. a. Philipp Lehmann (Humlikon) 54,25. 19. u. a. Beda Arztmann (Ossingen) und Christian Lanter (Kollbrunn), je 53,75. 26. u. a. Karim Leuppi (Winterthur) und Patrick Bürgler (Ellikon am Rhein), je 35,50.

Erfolgreiche Winterthurer Nachwuchsschwinger

Am 14. Nordostschweizer Nachwuchsschwingfest, das im Rahmen des Zürcher Kantonalturnfests in Rikon im Tösstal durchgeführt wurde, erkämpfte sich der Nachwuchs des Schwingklubs Winterthur drei Doppelzweige.

 

Bei idealen äussern Bedingungen verfolgten rund 600 Zuschauer die spannenden Zweikämpfe der 174 angetretenen Nachwuchsschwinger aus der ganzen Nordostschweiz. Drei der fünf Kategoriensiege gingen an die St. Galler, je einmal waren die Thurgauer und Zürcher siegreich. Bei den Jüngsten, Jahrgang 2003, triumphierte Marco Forrer (Stein SG) – sein Klubkamerad vom Schwingklub Wattwil, Werner Schlegel (Hemberg), schwang beim Jahrgang 2002 obenauf. Bei den 16-Jährigen konnte sich Lars Hugelshofer (Schönholzerswilen) als Sieger ausrufen lassen. Fabian Bärtsch (2000, Flumserberg Tannenboden) reichte im Schlussgang gegen den Kranzschwinger Damian Ott (Dreien) ein Remis zum Kategoriensieg. Bei den Ältesten, Jahrgang 1999, dominierte Nicola Funk (Hinwil) vom Schwingklub Zürcher Oberland nach Belieben – im Schlussgang bodigte er seinen Klubkameraden, den Turbenthaler Dario Bosshard nach 1:10 Minuten mit einem wunderschönen Kurz. Bosshard, der den Endkampf als Zusatzgang bestritt, da Funk nach fünf Gängen uneinholbar in Führung lag, belegte mit vier Siegen und zwei Niederlagen und 56,75 Punkten den Ehrenplatz.

Drei Doppelzweige

Andri Anliker (Schlatt) hatte nach fünf Durchgängen 48,50 Punkte auf seinem Notenblatt. Dies dank vier Vollerfolgen und einem Remis im dritten Gefecht gegen den späteren Schlussgangverlierer, David Lieberherr (Ennetbühl). Im Kampf um einen Podestplatz unterlag er nach kurzer Gangdauer dem Thurgauer Thomas Keller. Der 14-Jährige platzierte sich mit 57,00 Punkten auf Rang 4d. Der gleichaltrige Winterthurer Fabian Plüer war ebenfalls viermal erfolgreich und zweimal musste er sich geschlagen geben. Schlussendlich kam er auf die Punktezahl von 56,75, was Rang 5b ergab. Philipp Lehmann (Humlikon) konnte sich bei den Ältesten den letzten Doppelzweig ergattern. Nach vier Umgängen hatte er mit je zwei Erfolgen und Gestellten 38,00 Zähler. Danach unterlag er im Gang um den Einzug in den Schlussgang Nicola Funk. Zuletzt teilte Lehmann in einer hart umkämpften Begegnung mit Andrin Poltera (Urnäsch) die Punkte.

Andri Anliker (oben) erreichte mit vier Siegen, einem Remis und einer Niederlage Rang 4d.

Philipp Lehmann (oben) konnte sich bei den Ältesten, Jahrgang 1999, einen Doppelzweig erkämpfen.  

 

Hinter den Doppelzweigen

Fabian Frauenfelder (2001) kam im sechsten Umgang gegen den Thurgauer Beat Streckeisen nicht über ein Remis hinaus. Nach dem Mittagessen unterlag er nach gutem Kampf dem späteren Schlussgangverlierer, Aron Kiser (Märstetten), kurz vor Zeitablauf. Am Schluss verpasste der Hofstetter den angestrebten Doppelzweig nur um einen halben Punkt. Der 15-jährige Winterthurer Leo Schönenberger verlor das entscheidende letzte Duell mit der Note 8,50 und musste den Heimweg ohne Eichenlaub antreten. Ein weiterer Winterthurer, Björn Baumgartner (2003), blieb am Ende mit je drei Vollerfolgen und Tauchern 0,50 Zähler hinter den auszeichnungsberechtigen Rängen.

Fabian Plüer (oben), einer von drei Doppelzweiggewinnern des Schwingklubs Winterthur, kam beim Jahrgang 2003 auf 56,75 Punkte.

Fabian Plüer (oben), einer von drei Doppelzweiggewinnern des Schwingklubs Winterthur, kam beim Jahrgang 2003 auf 56,75 Punkte.

 

Nocks 56,25 Punkte

Benjamin Nock, der für den Schwingklub Zürcher Oberland an den Start geht, ging dreimal als Sieger vom Platz – gegen Lars Hugelshofer gabs zum Auftakt eine Punkteteilung. In den Durchgängen vier und fünf musste der Turbenthaler untendurch. Notz erreichte mit 56,25 Punkten Platz 5. (tre)

Auszug aus den Ranglisten

Jahrgang 2003: 1. Marco Forrer (Stein SG) 58,75. 4. Andri Anliker (Schlatt) 57,00. 5. Fabian Plüer (Winterthur) 56,75 (mit Zweig). 10. Björn Baumgartner (Winterthur) 55,25. 14. Silvan Rechsteiner (Schlatt) 54,25. Jahrgang 2002: 1. Werner Schlegel (Hemberg) 58,75 (mit Zweig). 12. Leo Schönenberger (Winterthur) 54,75. Jahrgang 2001: 1. Lars Hugelshofer (Schönholzerswilen) 58,50. 5. Benjamin Nock (Turbenthal) 56,25 (mit Zweig). 8. Florian Frauenfelder (Hofstetten) 55,25. Jahrgang 2000: 1. Fabian Bärtsch (Flumserberg Tannenboden) 57,25 (mit Zweig). 11. Adrian Hugener (Embrach) 54,00. Jahrgang 1999: 1. Nicola Funk (Hinwil) 59,75. 2. Dario Bosshard (Turbenthal) 56,75. 4. Philipp Lehmann (Humlikon), 55,50 (mit Zweig). 9. Patrick Rüegg (Rikon im Tösstal) 53,50. 

Schwinger am Zürcher Kantonalturnfest

 

Am Samstag wird im Rahmen des Zürcher Kantonalturnfests in Rikon im Tösstal das 14. Nordostschweizer Nachwuchsschwingfest ausgetragen.

Zusammen mit OK-Mitgliedern des Zürcher Kantonalturnfests organisiert der Schwingklub Winterthur, nach Ossingen im Jahr 2014, zum zweiten Mal ein Nordostschweizer Nachwuchsschwingfest. 204 Schwinger der Jahrgänge 1999 bis 2003, aus der ganzen Nordostschweiz, sind angemeldet und werden im Tösstal um die begehrten Doppelzweige schwingen. Mit Michael Bernold (1999, Walenstadt) sowie Damian Ott (2000, Dreien), die sich am St. Galler Kantonal-Schwingfest ihren ersten Kranz erkämpften, und dem Zürcher Oberländer Luciano Spangaro (2001), der sich völlig überraschend am Zürcher Kantonal-Schwingfest in Weiach Eichenlaub holte, sind auch drei Kranzer mit dabei. Vom Schwingklub Winterthur nehmen neun Nachwuchsschwinger teil – sie werden vom Winterthurer Fabian Plüer (2003), der am Glarner Kantonalen Nachwuchsschwingfest triumphierte, und Philipp Lehmann (1999, Humlikon) angeführt, der zum Saisonauftakt am Schaffhauser Kantonalen Nachwuchsschwingfest Co-Sieger wurde. Unter anderen ist auch Lokalmatador Patrick Rüegg (1999), Kategoriensieger am Nordostschweizer Nachwuchsschwingfest 2015, zu beachten. Die jungen Sägemehlathleten steigen am ersten Wochenende des Turnfests in die Schwingerhosen. Wettkampfbeginn ist um 9 Uhr – die Schlussgänge der fünf Kategorien werden um ca. 16 Uhr ausgetragen.

Fabian Plüer (oben) gehört am 14. Nordostschweizer Nachwuchsschwingfest vom Samstag beim Jahrgang 2003 zu den Mitfavoriten für den Kategoriensieg. 

 

Autogrammstunde mit Giger und Kälin

Um 10 Uhr findet auf dem Festplatz eine Autogrammstunde mit Samuel Giger (Ottoberg) und Sonia Kälin (Egg SZ) statt. Giger, der in seiner noch jungen Karriere bereits vier Kranzfeste gewann, zuletzt am Pfingstmontag am Glarner-Bündner Schwingfest, ist auch mehrfacher Schweizermeister im Nationalturnen. Zudem platzierte sich das Ausnahmetalent, der eine Lehre als Zimmermann absolviert, am Eidgenössischen Schwingfest 2016, mit einem sehr guten Notenblatt, auf dem Ehrenplatz. Der 19-jährige Thurgauer, der Appenzeller Wurzeln hat, gehört zu den absoluten Topschwingern der Schweiz. Die Schwyzer Lehrerin Sonia Kälin konnte sich in den Jahren 2012, 2015 und 2016 als Schwingerkönigin ausrufen lassen und hat bis anhin insgesamt 37 „Kopfschmucke“ herausgeschwungen. Die 32-Jährige, die im Jahr 2015 als „Schwyzer Sportlerin des Jahrs“ erkoren wurde, errang in der laufenden Saison bereits drei Kränze, wobei sie den Platz zweimal als Siegern verlassen konnte.

Der Eintritt ist kostenlos. 

20 Eidgenossen in der Davoser Eishalle

 

Am kommenden Sonntag findet in der Eishalle des HC Davos das 122. Nordostschweizer Schwingfest statt. Vom Schwingklub Winterthur starten sechs Schwinger.

Von den 168 Teilnehmern, davon 20 Eidgenossen, werden je zwei Gäste aus den anderen vier Teilverbänden in das Sägemehl steigen. Am stärksten einzustufen sind die beiden Eidgenossen aus dem Berner Verband: Simon Anderegg (Unterbach) und Thomas Sempach (Heimenschwand), der Brünig-Sieger 2016. Die Innerschweizer sind ebenfalls mit zwei Eidgenössischen Kranzern, Marcel Mathis (Büren) und dem Luzerner René Suppiger, vertreten. Die Nordwestschweizer entsenden Lorenz Blatter (Zuchwil) und Yanick Klausner (Benzenschwil) und die Südwestschweizer Victor Cardinaux (Villars-le-Terroir) und Marc Gottofrey (Echallens), die nicht den Festsieg aber den Kranz anstreben.

Die Topfavoriten und der Vorjahrssieger

Zu den Topfavoriten auf den Festsieg gehören Samuel Giger (Ottoberg), Schlussgangverlierer vom Vorjahr, und Daniel Bösch (Zuzwil). Giger, Sieger am Glarner Bündner Schwingfest, konnte zwar am ersten Bergkranzfest der Saison, dem Stoss-Schwinget, an welchem er zwei Remis akzeptieren musste, nicht vollends überzeugen, den Kranz holte er sich aber dennoch sicher mit 56,75 Punkten. Unspunnen-Sieger Daniel Bösch, der am Glarner-Bündner zum Auftakt gegen Giger verloren hatte, war am St. Galler Kantonal-Schwingfest in der Eishalle in Rapperswil-Jona siegreich. Noch unklar ist, ob Vorjahressieger Armon Orlik (Maienfeld), der am Aargauer Kantonalen vom 7. Mai, bei der Niederlage gegen Bruno Gisler (Rumisberg), unglücklich auf den Kopf gefallen war und Lähmungserscheinungen hatte, den Schock mental verarbeiten konnte und sein Comeback geben wird.

Die „Winterthurer“

Die klare Nummer 1 des Schwingklubs Winterthur, Samir Leuppi (Winterthur), der Überraschungssieger des Zürcher Kantonalen, visiert in Davos seinen vierten NOS-Kranz an. Der zweifache Kranzgewinner Beda Arztmann (Ossingen), der im letzten Jahr in Wattwil den Kranz nur um einen Viertelpunkt verpasst hatte, hofft wiederum eine gute Leistung abrufen zu können. Die weiteren „Winterthurer“, die in der Davoser Eishalle antreten werden, sind Michael Hari (Winterthur), Christian Lanter (Kollbrunn), Karim Leuppi (Hettlingen) sowie der Humliker Philipp Lehmann.

Christian Lanter (oben) einer von sechs Schwingern des Schwingklubs Winterthur, die am Sonntag in der Davoser Eishalle ins Sägemehl steigen.

 

Schnurrenberger, Odermatt und Ott

Der Sternenberger Roman Schnurrenberger und sein Klubkamerad Christoph Odermatt (Bauma) vertreten die Farben des Schwingklubs Zürcher Oberland. Schnurrenberger, einer der besten Athleten des Zürcher Kantonal-Schwingerverbandes, strebt sein zehntes Eichenlaub an. Dominik Ott (Trüllikon) ist einer von fünf Aktiven des Schaffhauser Schwingerverbandes. 

 

Samir Leuppis vierter Saisonkranz

Im Schlussgang des Glarner-Bündner Schwingfests in Niederurnen besiegt der 19-jährige „Eidgenosse“ Samuel Giger (Ottoberg) nach 1:38 Minuten seinen Kantonskameraden Tobias Krähenbühl (Frauenfeld) mit seiner Spezialwaffe, dem Kurz. Samir Leuppi erkämpft sich dank 56,75 Punkten seinen insgesamt 21. Kranz.

Samuel Giger, der am Samstag, 17. Juni, 10 Uhr, anlässlich des 14. Nordostschweizer Nachwuchsschwingfests in Rikon im Tösstal, das im Rahmen des Zürcher Kantonalturfests stattfindet, zusammen mit Sonia Kälin (Egg SZ), eine Autogrammstunde geben wird, fertigte zum Auftakt Daniel Bösch (Zuzwil SG) ab. Auf dem weiteren Weg in den Endkampf musste der nun 18-fache-Kranzgewinner und vierfache Kranzfestsieger, etwas überraschend im dritten Umgang gegen den Schwingerkönig von 2001, Arnold Forrer (Stein SG), der im Oktober bereits 39 Jahre alt wird und letztlich den Kranz verpasste, die Punkte teilen. Schlussgangverlierer Tobias Krähenbühl landete schlussendlich auf Platz 5a.

Vier Vollerfolge für Leuppi

Samir Leuppi unterlag zum Auftakt dem Eidgenössischen Kranzschwinger und Kranzfestsieger Domenic Schneider (Friltschen): kurz vor Ablauf der ersten Minute ergriff Schneider mittels Kurz die Initiative, Leuppi konterte mit Gammen und kam zum vermeintlichen Vollerfolg. Doch die Kampfrichter waren anderer Meinung und sahen Schneiders Abschlunggen als gültiges Resultat. „Der Entscheid der drei Kampfrichter war sehr umstritten“, sagte ein enttäuschter Leuppi. Der defensiv starke Roman Vestner (Speicher) konnte dem Winterthurer einen Gestellten abtrotzen. „Mir ist die Zeit davon gelaufen“, meinte Leuppi, der Vestner am St. Galler Kantonalen, um den Kranz, bezwingen konnte. Vor der Mittagspause bodigte der Schwinger des Schwingklubs Winterthur den Nichtkranzer Simon Oertig (Gossau) problemlos, dies mit Note 9,75 und hatte 27,00 Punkte. Nach zwei Siegen, jeweils mit der Maximalnote 10,00, gegen Roman Rüegg (Walde SG) und den ISV-Kranzer Roland Kälin (Schönenberg ZH), der für Schwingklub Einsiedeln antritt, und den Leuppi nach rund drei Minuten ins Sägemehl bettete, konnte er zuletzt um den Kranz schwingen. Dem „Eidgenossen“ Stefan Burkhalter (Homburg), welchem er sich im Schlussgang des Eschenberg-Schwingets geschlagen geben musste, gab er nach nur einer Minute mit einem Inneren Haken das Nachsehen. „Mir war bewusst, dass ich im Gefecht um das Eichenlaub mit einem starken Gegner eingeteilt werde, da ich im zweiten Durchgang gegen Vestner, einem deutlich schwächer eingestuften Kontrahenten, stellen musste“, erklärte Leuppi. Dazu ergänzte er: „Heute konnte ich gegen Burkhalter erstmals gewinnen“. Samir Leuppi, der sich mit 56,75 Punkten auf Platz 5b platzierte, strebt am Nordostschweizer Schwingfest vom 18. Juni in Davos einen weiteren „Kopfschmuck“, den fünften der laufenden Saison und den 22. insgesamt, an.

Weitere Winterthurer ohne Kranz


Die restlichen Athleten des Schwingklubs Winterthur konnten zuletzt nicht in den Kampf um die hochhängenden Kränze eingreifen. Beda Arztmann, der sich in diesem Jahr seine beiden ersten Kränze erkämpfte, musste nach dem Taucher im vierten Gang gegen Reto Landolt (Näfels) seine Kranzträume begraben. Im Anschwingen stellte er mit dem Thurgauer Urs Schäppi, den er am Pfannenstiel-Schwinget noch unter die Verlierer reihte, und dem unbequemen Teilverbandskranzer Adrian Oertig (Goldingen), welchem er am St. Galler Kantonal-Schwingfest unterlegen war. Dank zwei Erfolgen, den beiden Remis und zwei Niederlagen platzierte sich der Ossinger auf Platz 13f. Philipp Lehmann (Humlikon) hatte am Ende zwei Siege und vier Verlustpartien auf seinem Konto. Niederlagen musste er gegen die späteren Kranzgewinner Dominik Oertig (Uznach) und Roman Hochholdinger (Felsberg) einstecken. Einen schwarzen Tag erwischte Patrick Rüegg (Rikon im Tösstal), der mit drei Unentschieden und einer Niederlage im vierten Umgang den Ausstich klar verfehlte.

Odermatts Niederlage um den Kranz


Christoph Odermatt (Bauma) totalisierte nach fünf Gängen 46,50 Zähler. Dies mit zwei Siegen und drei Remis: zweimal mit höher eingestuften Gegnern, nämlich gegen den NOS-Kranzer Dominik Schmid (Hundwil) und den „Eidgenossen“ Peter Horner (Glarus). Ebenfalls unentschieden trennte sich der Zürcher Oberländer mit dem Nichtkranzer Marc Jörger (Domat/Ems). Im entscheidenden Durchgang um seinen sechsten Kranz verlor der 23-Jährige gegen die Nummer 1 der Glarner Schwinger, den „Eidgenossen“ Roger Rychen (Mollis) mit der Tiefstnote 8,50.

Zusammenfassung

Niederurnen. Glarner-Bündner Schwingfest (130 Schwinger, 3300 Zuschauer). Schlussgang: Samuel Giger (Ottoberg) bezwingt Tobias Krähenbühl (Frauenfeld) nach 1:38 Minuten mit Kurz. Rangliste: 1. Giger 58,25. 2. Domenic Schneider (Friltschen) 58,00. 3. Lars Geisser (Mörschwil) 57,25. 4. Roger Rychen (Mollis) und Ursin Battaglia (Almens), je 57,00. 5. Krähenbühl, Samir Leuppi (Winterthur), Christian Jöhl (Mollis), Roman Hochholdinger (Felsberg), Mauro Gartmann (Flerden), Paul Korrodi (Schönenberg) und Martin Hersche (Appenzell), je 56,75. 6. Peter Horner (Glarus), Daniel Bösch (Zuzwil SG), Dominik Schmid (Hundwil), Dominik Oertig (Uznach) und Marco Nägeli (Obfelden), je 56,50 (alle mit Kranz). 8. Arnold Forrer (Stein SG) 56,00. 12. Christoph Odermatt (Bauma) 55,00. 13. Beda Arztmann (Ossingen) 54,75. 16. Philipp Lehmann (Humlikon) 54,00. 26. Patrick Rüegg (Rikon im Tösstal) 34,75.