115. Berchtold-Schwinget vom 02.01.2012 in Zürich
Geschrieben von: Thomas Reichmuth
Dienstag, den 03. Januar 2012 um 10:22 Uhr
Bündner siegt in Zürich
Zürich. Der Eidgenosse Beat Clopath (Bonaduz) setzte sich erstmals am Berchtold-Schwinget durch. Der Winterthurer Samir Leuppi vom Schwingklub Winterthur erkämpfte sich zum Saisonauftakt die Auszeichnung.
Der 26-jährige Beat Clopath vom Schwingklub Heinzenberg bodigte in der zweiten Minute des Schlussgangs Michael Hess (Rothenthurm) mit Fussstich und Nachdrücken. Auf dem Weg zur <<Finalqualifikation>> hatte der Hochbaupolier im zweiten Durchgang gegen Stephan Studinger (Däniken) eine überraschende Niederlage einstecken müssen. Die restlichen Begegnungen konnte der mehrfache Kranzfestsieger, der 39 <<Kopfschmucke>> besitzt, für sich entscheiden. Völlig unerwartet schaffte der 19-jährige Michael Hess - er hat nur einen Kranz - den Einzug in die Endausmarchung. Im Gefecht um den Schlussgang gab er dem NOS-Kranzer Markus Schläpfer (Niederbüren) das Nachsehen. Der Vorjahressieger, Michael Bless (Gais), kam im fünften Umgang gegen den Miteidgenossen Urban Götte (Stein) nur zu einem Remis und verpasste den Endkampf.
Leuppis Auszeichnung
Im Startduell bekam es Samir Leuppi vom Schwingklub Winterthur mit Simon Kid (Weesen) zu tun. Die beiden hatten am Eidgenössischen Nachwuchsschwingfest 2009 in Le Mouret bei den Jahrgängen 1993 und 1994 triumphiert. Der um ein Jahr ältere Leuppi konnte den Platz nach kurzer Gangdauer als Sieger verlassen. Mit dem Amriswiler Ernst Bühler trennte sich der Winterthurer trotz Vorteilen remis. Vor dem Mittagessen bettete Leuppi, der im Februar 19 Jahre alt wird, Florian Beglinger (Filzbach) ins Kurzholz. Im vierten Durchgang musste er gegen den Appenzeller Martin Hersche kurz vor Gangende eine nicht eingeplante Niederlage hinnehmen. Nach einem schnellen Sieg gabs für Leuppi im Abschlussgang noch einen Gestellten gegen den starken Nordwestschweizer Cédric Huber. Die Auszeichnung holte sich der Zimmermannlehrling im letzten auszeichnungsberechtigten Rang mit 56,00 Punkten auf Platz 8b.
Lukas Nigg siegte im Startgang über Adrian Lötscher (Schwarzsee) mit der Maximalnote. Auch den zweiten Kampf konnte der Attiker siegreich gestalten. Gegen den Festsieger, Beat Clopath, zog der 28-Jährige im fünften Zusammengreifen den Kürzeren. Dank einem weiteren Erfolg hatte er 38,25 Punkte. Der Technische Leiter Jungschwingen des Schwingklubs Winterthur musste danach gegen den NOS-Kranzer Tobias Krähenbühl (Matzingen) eine Niederlage mit der Tiefstnote einstecken. Im entscheidenden Gang um die Auszeichnung konnte Lukas Nigg die Verteidigung des Luzerners Markus Schnider nicht durchbrechen und teilte die Punkte.
Zwei Vollerfolge und vier Niederlagen standen letztlich auf dem Notenblatt des Kollbrunners Philipp Nüssli. Somit verfehlte der 17-Jährige die Auszeichnung deutlich.
Beda Arztmann (Ossingen), der seinen ersten Wettkampf bestritt, konnte sich mit einem Sieg und drei Tauchern nicht für den Ausstich qualifizieren, zeigte aber trotzdem eine gute Leistung. Nicht besser erging es dem 17-jährigen Andreas Lanter (Kollbrunn), der am Ende die genau gleichen Gänge und Punkte wie Arztmann hatte.
Auszeichnung um 0,25 Punkte verpasst
Matthias Stahel und Christoph Odermatt (Bauma) kamen auf je 55,75 Punkte und blieben 0,25 Punkte hinter den Auszeichnungen. Beide gaben nach schweren Verletzungen ihr Comeback. Stahel, Technischer Leiter des Schwingklubs Zürcher Oberland, gewann drei Gänge, zweimal gabs Unentschieden und einen Kampf verlor der Turbenthaler.
Christoph Odermatt liess sich drei Höchstnoten notieren, dreimal musste er unten durch.
Der Sternenberger Roman Schnurrenberger, der ebenfalls für den Schwingklub Zürcher Oberland antritt, verlor im Gang um die Auszeichnung gegen den übermächtigen Tobias Riget (Schänis).
Martin Odermatt (Bauma) hatte am Schluss je zwei Siege, Remis und Verlustpartien auf seinem Konto. Die Auszeichnung verfehlte er um 1,50 Punkte.
Der Zürcher Unterländer Reto Fritschi (Rorbas) unterlag im sechsten Umgang Roland Kälin (Schönenberg), der für den Schwingklub Einsiedeln schwingt, mit der Note 8,50 und musste den Heimweg mit leeren Händen antreten.