Schwingklub
Pfannenstiel-Schwinget, Egg ob Meilen
- Details
- Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Mai 2012 19:32
- Geschrieben von Reichmuth Thomas
Lukas Nigg Vierter auf dem Pfannenstiel
Egg ob Meilen. Andreas Kindlimann (Steg) triumphiert mit sechs Siegen am Pfannenstiel-Schwinget. Lukas Nigg vom Schwingklub Winterthur klassiert sich im Rang 4d.
Im Schlussgang besiegte Andreas Kindlimann nach 2:50 Minuten mit Kurz und Überdrücken Andreas Gwerder (Hütten) und gewann erstmals den Pfannenstiel-Schwinget. Auf dem Weg in den Final setzte sich Kindlimann gegen all seine Gegner durch. Schon im vierten Durchgang bezwang er seinen späteren Schlussganggegner, Andreas Gwerder. Dieser fiel nach der Niederlage im Endkampf auf Rang 4a zurück. 1200 Zuschauer verfolgten die Gänge der 73 angetretenen Schwinger.
Niggs 57,25 Punkte
Lukas Nigg vom Schwingklub Winterthur startete mit einem Erfolg in der dritten Minute mit Hüfter, seinem Spezialschwung, gegen Markus Stucki (Dürnten), der am Zürcher Kantonal-Schwingfest Zweiter geworden war. Nach dem Remis gegen Hansueli Knöpfel (Hundwil) fertige er Patrick Burkhard (Forch) und Martin Odermatt (Bauma) jeweils mit der Note 10,00 ab. <<Nachdem ich gegen Odermatt am Gibel-Schwinget unglücklich verloren hatte, liess ich ihm heute keine Chance>>, gab Nigg zu Protokoll. Im Kampf um den Einzug in die Endausmarchung unterlag er Andreas Kindlimann in der zweiten Minute. Letztlich, im Gang um einen vorderen Platz, legte Lukas Nigg den Toggenburger Martin Bischof ins Kurzholz. <<Bischof schwang sehr defensiv und wollte mir einen Gestellten anhängen>>, sagte Nigg. Mit 57,25 Punkten holte er sich die Auszeichnung im Rang 4d. <<Am Pfingstmontag möchte ich am Glarner-Bündner Kantonalen meinen zweiten Kranz der Saison holen>>, meinte Nigg.
Der Pfäffiker Andreas Keller verfehlte seine erste Auszeichnung nur um einen halben Punkt. Dies mit drei Vollerfolgen und drei Verlustpartien sowie 55,25 Punkten. Im Abschlusskampf konnte er mit André Ott (Wolfhausen) erstmals in seiner Karriere einen Kranzschwinger unter die Verlierer reihen. Der Hufschmiedlehrling siegte in der zweiten Minute mit Gammen.
Die weiteren Teilnehmer des Schwingklubs Winterthur, die beiden Kollbrunner Andreas Lanter und Philipp Nüssli, blieben deutlich hinter den Auszeichnungen. Beide waren zweimal erfolgreich und verloren vier Gefechte. Nüssli siegte im dritten Durchgang gegen einen Kranzschwinger, Felix Stahel (Turbenthal).
Oberländer Auszeichnungen
Viermal siegreich war der Neukranzer Christoph Odermatt (Bauma) vom Schwingklub Zürcher Oberland, gegen den Schlussgangverlierer Gwerder und Hansueli Knöpfel zog er jeweils mit Note 8,50 den Kürzeren. Zuletzt bodigte er Andreas Frick (Urnäsch) mit der Note 9,75.
Martin Odermatt errang die Auszeichnung mit 55,75 Punkten. Zu Beginn meisterte er Stefan Bickel (Hochfelden) mit der Bestnote. Nach dem Remis gegen den 38-jährigen Bergkranzer Peter Bühler (Weesen) kehrte er im dritten Durchgang wieder auf die Siegesstrasse zurück. Nach der Niederlage gegen Nigg musste er dem Nichtkranzer Marco Nägeli (Mettmenstetten) einen Gestellten zugestehen. Im letzten Gang gab er dem Bündner Stefan Brügger das Nachsehen.
Auszeichnung um 0,25 Punkte verpasst
Reto Fritschi (Rorbas) vom Schwingklub Zürcher Unterland fehlte nur 0,25 Punkte zur Auszeichnung. In drei Begegnungen ging er als Sieger vom Platz. Zum Auftakt verlor er gegen Andreas Kindlimann mit der Tiefstnote. Mit Peter Bühler und überraschend gegen den Nichtkranzer Stefan Rütsche (Kirchberg) stellte er.
Der Zürcher Oberländer Roman Schnurrenberger (Sternenberg) kam im entscheidenden Gang um die Auszeichnung gegen defensiv starken Daniel Betschart (Landquart) nicht über ein Unentschieden hinaus. Am Ende hatte er drei Siege, zwei Remis und eine Verlustpartie gegen Emil Signer (St. Peterzell) auf seinem Notenblatt.
Felix Stahel war dreimal siegreich, dazu verlor er gegen Nüssli und Knöpfel. Im Startgang gabs einen Gestellen gegen Armin Notz (Gossau SG), der für den Thurgauer Verband antritt.
102. Zürcher Kantonalschwingfest Opfikon ZH
- Details
- Veröffentlicht am Sonntag, 13. Mai 2012 19:52
- Geschrieben von Reichmuth Thomas
Forrers fünfter Zürcher Triumph
Opfikon. Arnold Forrer (Stein) gewinnt zum fünften Mal das Zürcher Kantonal-Schwingfest. Der Winterthurer Lukas Nigg vom Schwingklub Winterthur erkämpft sich den Kranz im Rang 4b.
Arnold Forrer setzte sich Schlussgang gegen Mario Schneider (Friltschen) nach 6:38 Minuten mit Gammen links und rechts ableeren durch und gewann eine Woche nach dem Thurgauer Kantonalen bereits sein zweites Kranzfest der Saison und sein 37. insgesamt. Zudem triumphierte der 33-Jährige zum fünften Mal am Zürcher Kantonal-Schwingfest. In der Startpartie bekam es Forrer, der Schwingerkönig von 2001, wie erwartet mit Christian Stucki (Lyss), dem Sieger des Kilchberger Schwingets 2008, zu tun. In einem ereignislosen Gang trennten sich die beiden nach fünf Minuten remis. Dank vier Erfolgen in Serie qualifizierte sich der Käsermeister für den Endkampf. Der 20-jährige Mario Schneider verlor wie am Thurgauer im Schlussgang gegen Forrer, zeigte aber eine gute Leistung, indem er immer wieder in den Angriff ging. Letztlich landete der Sennenschwinger auf Platz 5a. Christian Stucki verpasste die Schlussgangqualifikation mit dem Gestellten gegen den Vorjahressieger, Jakob Roth (Krummenau).
Zehn Zürcher Kränze
Als bester Athlet des Zürcher Schwingerverbandes platzierte sich völlig überraschend Markus Stucki (Dürnten) auf dem Ehrenplatz. Im fünften Durchgang kam der Zürcher Oberländer gegen den Thurgauer Eidgenossen Beni Notz zu einem Unentschieden. Von den 24 abgegebenen Kränzen eroberten sich die Zürcher Schwinger mit zehn Exemplaren den Löwenanteil.
Niggs sechster Kranz
Mit ausgezeichneten 57,25 Punkten platzierte sich Lukas Nigg vom Schwingklub Winterthur direkt hinter dem Festsieger des Eschenberg-Schwingets, Fabian Kindlimann (Wald), im Rang 4b. Zu Beginn legte der 1,94 m grosse und 109 kg schwere Nigg nach rund einer Minute Claudio Hosang (Cham) ins Kurzholz. <<Hosang bezwang ich am Zürcher Kantonalen 2007 im sechsten Durchgang und holte meinen ersten Kranz>>, sagte Nigg. Gegen den Eidgenossen Jakob Roth zog der Winterthurer im dritten Zusammengreifen den Kürzeren. Vor dem Mittagessen fing er gegen Christoph Odermatt (Bauma) ein nicht eingeplantes Remis ein und hatte 27,25 Punkte. <<Ich schwang gegen Odermatt viel zu passiv>>, erklärte er. Doch dann drehte Lukas Nigg, der im August 29 Jahre alt wird, auf und gewann die drei Gefechte am Nachmittag jeweils nach kurzer Gangdauer mit Höchstnoten. Im Kampf um seinen fünften Zürcher Kranz und den sechsten insgesamt liess er dem 18-jährigen Rico Baumann (Flawil) nicht den Hauch einer Chance und setzte sich im ersten Zusammengreifen mit einem Hüfter durch. <<Schon gestern Abend war ich überzeugt, dass ich heute den Kranz mache>>. Dazu ergänzte er: <<Diese Saison möchte ich noch einen Kranz holen und am Nordostschweizerischen wenn es ums Eichenlaub geht noch dabei sein>>.
Von den restlichen Athleten des Schwingklubs Winterthur konnte nur noch Christian Muggler (Wila) um den <<Kopfschmuck>> schwingen und unterlag erwartungsgemäss Christoph Odermatt.
Der Kollbrunner Stefan Schoch, der im zweiten Gefecht mit Raphael Stössel (Uzwil) einen Kranzschwinger besiegt hatte, musste nach dem Remis im fünften Gang gegen den Nichtkranzer Stefan Wild (Ganterschwil) seine Hoffnungen auf den ersten Kranz aufgeben.
Auf die gleiche Punktezahl wie Schoch, 55,50, kam der 19-jährige Andreas Keller (Pfäffikon), der wie der Kollbrunner Philipp Nüssli je dreimal erfolgreich war und sich dreimal beugen musste.
Erster Kranz
Roman Schnurrenberger (Sternenberg) und Christoph Odermatt eroberten sich den ersten Kranz der Karriere. Der 16-jährige Schnurrenberger, der im Sommer seine Lehre als Landwirt beginnt, überzeugte vor allem mit dem Erfolg über den Kranzschwinger Reto Bleiker (Sargans), nicht erwartet worden war auch das Remis im dritten Umgang gegen den starken Thurgauer Kranzer Domenic Schneider (Friltschen). Im entscheidenden Durchgang bodigte er Yannick Roderer (Zürich) und kam auf 56,75 Punkte, was Rang 6b ergab.
Der Zimmermannlehrling Christoph Odermatt liess sich vier Kreuzlein schreiben, nebst dem Remis gegen Nigg unterlag er Gerry Süess (Zuzwil) mit der Minimalnote. Christian Muggler bodigte er zuletzt souverän. <<Nach mit dem Gewinn des Zweigs am Eidgenössischen Nachwuchsschwingfest 2009 ist dies mein grösster Erfolg>>, sagte Odermatt.




