Vorschau Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest 30. & 31. August 2025 Mollis

Vorschau Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest 30. & 31. August 2025 Mollis

26.08.2025

Bild von Barbara Truninger

44 Eidgenossen am ESAF

Am Samstag & Sonntag, 30. und 31. August werden sich insgesamt 276 Schwinger, davon sechs Auslandschwinger aus den USA und Kanada, am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Mollis die Hand geben. Von den 276 Athleten sind 44 Eidgenossen. Das grösste Teilnehmerfeld kommt aus der Innerschweiz mit insgesamt 76 Schwingern und fünf Ersatzschwingern, nur ganz knapp vor dem grünen Teilverband, der Nordostschweiz, mit 67 Schwingern und fünf Ersatzschwingern. Die meisten Eidgenossen schickt der Berner Teilverband mit 16 Eidgenössischen Schwingern.

Der Favoritenkreis

Für die Innerschweizer ist der amtierende Schwingerkönig Joel Wicki (Sörenberg, zusammen mit Pirmin Reichmuth (Muotathal) die grösste Hoffnung auf einen nochmaligen Titel am diesjährigen Fest. In der laufenden Saison konnte Reichmuth das Luzerner Kantonalschwingfest in Root gewinnen und stand am Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Seedorf im Schlussgang. Im Jahr 2024 durfte er sich als Sieger des Brünigschwingets feiern lassen. Wicki hingegen triumphierte dieses Jahr auf dem Brünig, am Innerschweizer Schwing- und Älplerfest, im lezten Jahr an diversen Kranzschwingfesten und an mehreren Rangschwinget.

Fabian Staudenmann, Adrian Walther und Michael Moser sind die Namen, die man mit den Berner Favoriten in Verbindung bringt. Der erst 20-jährige Michael Moser (Biglen) ist zwar erst Teilverbandskranzer, nimmt es aber schon mit den ganz Bösen auf und lässt sie auf dem Rücken liegen. Er zählt vier Kranzfestsiege und 27 Kränze sein Eigen. Michael Moser konnte aktuell das Bernisch-Kantonale-Schwingfest und das Nordostschweizer Schwingfest als Gast, zusammen mit Damian Ott (Dreien) und Werner Schlegel (Hemberg) gewinnen. Adrian Walther durfte sich am ESAF 2022 in Pratteln seinen ersten eidgenössischen Kranz aufsetzen lassen. Er war Schlussgangteilnehmer am Unspunnenschwinget 2023 und Sieger des Brünigschwingets 2022 und des Bernisch Kantonalen Schwingfestes 2022 in Thun. Einer der absoluten Top-Favoriten auf den begehrten Königstitel heisst Fabian Staudenmann und kommt aus Guggisberg. Der 25-jährige Sennenschwinger hat seine Bergkranzsammlung im Jahr 2024 komplettiert und durfte im selben Jahr zwei Bergfestsiege feiern. Ebenso gewann er das Jubiläumsschwingfest in Appenzell, sowie das diesjährige Weissensteinschwinget.

Für die Nordostschweiz kommen vor allem Samuel Giger (Märstetten) und Werner Schlegel (Hemberg) in Frage den Königstitel nach Hause zu holen. Bei Giger, welcher nicht zum ersten Mal als Königsfavorit gehandelt wird, wird sich zeigen, ob er in diesem Jahr dem Druck von aussen standhält. Als Kilchberger- und Unspunnensieger fehlt ihm nur noch der Eidgenössische Titel zum Grand Slam des Schwingsportes. Der 72-fache Kranzträger feierte bis anhin schon Siege an vier Teilverbandsfesten, 13 Bergfesten und 20 kantonalen Festen. Der Toggenburger Werner Schlegel gewann das Nordostschweizer Schwingfest 2025 in St. Gallen. Im Jahr 2024 Das Südwestschweizer, das Nordostschweizer, das Schwarzseeschwinget und darf neun Kranzfestsiege sein Eigen nennen.

Lario Kramer ist der erfolgreichste Eichenlaubträger des Südwestschweizer Verbandes. Er gewann bis anhin schon 66 Kränze und konnte in der aktuellen Saison das Walliser Kantonalschwingfest in Leukerbad, sowie das Neuenburger und das Genfer Kantonalschwingfest für sich entscheiden.

Für die Nordwestschweizer stehen Sinisha Lüscher und Joel Strebel hoch im Kurs. Der Aargauer Sennenschwinger Strebel konnte seinen ersten Kranz 2013 in Möhlin erkämpfen. Mitte Juli 2025 gewann er das Südwestschweizer Schwingfest in Neuenburg und 2024 durfte er sich als Sieger des Aargauer, des Baselstädtischen und des Solothurner Schwingfestes feiern lassen. Sinisha Lüscher nahm bereits 2022 in Pratteln am ESAF teil und gewann das Aargauer Kantonalschwingfest 2025 in Menziken. Insgesamt zählen 17 Kränze zu seiner Statistik.

Die Teilnehmer aus Winterthur

Die Farben des Schwingklubs Winterthur werden Samir Leuppi, Janos Bachmann, Christian Lanter und Patrick Rüegg als 2. Ersatzschwinger vertreten. Leuppi gewann das Heimschwingfest auf dem Eschenberg und erkämpfte sich in der laufenden Saison bereits acht Kränze, davon zwei Teilverbandskränze und zwei Bergkränze. Bachmann, welcher sich seinen ersten Kranz erst 2023 am Zürcher Kantonalschwingfest erkämpfte, durfte sich am Nordotschweizer Schwingfest in St. Gallen seinen ersten Teilverbandskranz aufsetzen lassen. Insgesamt zählt er sechs Kränze sein Eigen. Lanter konnte sich seit 2019 acht Kränze aufsetzen lassen. Am Zürcher Kantonalschwingfest 2019 in Fehraltorf stand er als Nichtkranzer gegen seinen Klubkollegen Samir Leuppi im Schlussgang und ging schlussendlich mit seinem ersten Kranz nach Hause. 2025 durfte er sich einen weiteren Zürcher Kranz aufsetzen lassen. Am Appenzeller Kantonalschwingfest machte er bereits im fünften Gang um den Schlussgang, ging dann aber leider ohne Kranz nach Hause. Für Patrick Rüegg, welcher bereits einen Platz nach vorne gerutscht ist, wird sich am Samstag um 08.30 Uhr zeigen, ob er den Kampf aufnehmen darf. Rüegg erkämpfte sich bis anhin zwei Kränze. Sein erstes Eichenlaub durfte er sich erst im letzten Jahr am Zürcher Kantonalschwingfest in Horgen aufsetzen lassen. Den zweiten Kranz gab es im Mai 2025 ebenfalls auf Zürcher Boden in Urdorf.


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